Der Digitale Produktpass (DPP) ist ein zentrales Instrument der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR, EU 2024/1781) zur Förderung von Transparenz und Kreislaufwirtschaft. Er bündelt produktbezogene Daten – etwa zu Materialzusammensetzung, Herkunft, CO₂-Fußabdruck (PCF), Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit – digital abrufbar, meist per QR-Code, der sich direkt am Produkt und auf der Verpackung befinden soll.
Verbraucher, Unternehmen und Behörden erhalten so entlang der gesamten Wertschöpfungskette Zugriff auf verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen.
Als erster verpflichtender DPP kommt der Batteriepass. Ab 18. Februar 2027 ist er gemäß EU-Batterieverordnung (2023/1542) für Traktions-, LMT- und Industriebatterien über 2 kWh vorgeschrieben, inklusive Angaben zu CO₂-Bilanz, Rezyklatanteil und Sammlung.
Der Textilpass folgt auf Basis der ESPR: Der delegierte Rechtsakt wird für 2027 erwartet, die verpflichtende Anwendung voraussichtlich ab 2029. Textilien gelten als prioritäre Produktgruppe; gefordert werden u. a. Faserzusammensetzung, Herkunft und Recyclingfähigkeit.
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