DPP Compliance Management and Orchestration Hub (Prototype-Komponenten)

Die aktuelle Beta-Version des Prototypes (v0.18.0) umfasst verschiedene Komponenten, die eine transparente Nutzung für verschiedene Anwendungsfälle im Kontext des DPP ermöglichen. Zusätzlich zu den erforderlichen DPP-Funktionalitöäten verfügt der DPP-Hub über eine grosse Anzahl von Management-Funktionalitäten, die in der „Cockpit-Sicht“ zusammenfassend dargestellt werden. Die Hub-Funktion kann dabei verschiedene Konstellationen von Kunden- und Zulieferbetrieben, verschiedene Produktsegmente oder auch separat verwaltete geographische oder Business Cluster orchestrieren.

Wir sehen in der Abbildung die Darstellung der relevanten Informationen für einen DPP-Hub für Textilien in Bangladesch. DPP-Details für 4 internationale Kunden (Marken) und 12 zugehörigen Zulieferbetrieben werden in real-time angezeigt, einschliesslich der DPP-Registrierung und Compliance der einzelnen Produkte. Darüber hinaus werden kritische Risiken und Alerts angezeigt. Zusätzlich angezeigte (aggregierte) Metriken aus der gewählten Hub-Perspektive können jederzeit abgerufen werden.

Alle Daten werden in einem semantischen RDF 1.2 Modell (im W3C-Standard) verwaltet und gewährleisten damit stets eine vollständige, semantische Interoperabilität über API-Schnittstellen mit allen externen Business Plattformen und Systemen.

Zugehörige Blog-Artikel:
(i) DPP Compliance Management and Orchestration Hub (Prototype)

DPP Compliance Management and Orchestration Hub (Prototype)

Der neue Prototype eines Digital Product Passport – Compliance Management und Orchestration Hub wurde zur Veranschaulichung und für die gemeinsame Diskussion mit dem Team, den Domain-Experten und Stakeholdern in Bangladesch bereitgestellt.

Die Architektur des Hubs unterstützt – neben dem Monitoring des DPP Gesamtstatus für Bangladesch – für jedes Produkt, jeden Kunden und zugehörigen Supplier, der detaillierten Darstellung des Product Carbon Footprint nach dem GHG Protokoll, eine AI basierte Suche in natürlicher Sprache und gewährleistet ausserdem die DPP Standard Interoperabilität über ein API Interface mit den (für Bangladesch noch auszuwählenden) DPP Platform und Service Dienstleistern.

Den semantischen Kern des Prototyps bildet ein W3C konformer Context Graph, der zusätzlich alle zeitlichen Zusammenhänge der Produkt- und Statusänderungen erfasst und darstellen kann.

Für eine realistische Veranschaulichung der Funktionalitäten des Orchestrators wurden Beispieldaten bereitgestellt und für diese Version des Prototypes genutzt. Der Screenshot zeigt die Ansicht der Detailinformationen der EU-Registry für alle enthaltenen Produkte.

Die aktuellen Beta-Version des Prototyps enthält folgende Funktionalitäten:

  • Cockpit / Dashboard
  • Kundenansicht mit den verknüpften Produkten und Suppliern und dem Compliance Status
  • Produktdetails mit Status und den primären DPP-Daten, inklusive des gesamten Carbon Footprints des Produkts (PCF)
  • Liste der Zulieferer mit den zugehörigen Produkten, einschliesslich des Status der Zertifikate
  • Hub Onboarding Status und Details zu den Verträgen der Kunden und Zulieferer
  • Risks und Aktionen, dargestellt in einem Riskregister und bewertet in eine Risk-Matrix
  • Status und Details der EU-Registrierung des DPP mit primary und Backup DPP Links
  • Darstellung aller Zusammenhänge in einem interaktiven Context Graph und Anzeige der zum Produkt zugehörigen zeitlichen Änderungen
  • Detaillierte Darstellung der PCF (Product Carbon Footprint) Werte aller Supplier eines Produktes unter Einbeziehung der Produkt BOM (Bill of Materials)
  • Vielfältige Suchmöglichkeiten, entweder mit vordefinierten (semantischen) Abfragen oder in natürlicher Sprache, unter Anwendung cloud-basierter oder lokaler AI Services
  • passwortgeschützter Admin-Bereich für das Management der Kunden, Produkte und Zulieferer, für die Konfiguration der API-Schnittstellen zu DPP-Anbietern und für Import und Export-Funktionen in verschiedenen Formaten.

In den kommenden Wochen werden weitere Posts veröffentlicht, in denen die einzelnen Funktionalitäten vorgestellt und erläutert werden. Fragen, Vorschläge und Hinweise bitte über LinkedIn oder per Email senden.

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Industrie 4.0 Orchestrator und Validator Prototype

Die erste Beta Version des IPO Prototypes ist verfügbar. Ziel dieses Prototypes ist es, die umfassende Anwendung von Industrie-Standards – in Verbindung mit semantischen Lösungen und Künstlicher Intelligenz – zu demonstrieren. Ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung war die Berücksichtigung und Integration von Validierungsfunktionen. Der Digitale Produkt Passport, die Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) des Produktes nach Standard ISO 14067 sowie die Integration in die Prozesslandschaft des Unternehmens sind die Hauptanwendungen dieses Prototypes. Für die Entwicklung der Webapplikation wurde eine agile, inkrementelle Verfahrensweise angewendet.

Prototype des IPO – Visualisierter Knowledge Graph mit Detailansicht und Suche

Die im IPO Prototype unterstützten Standards sind BPMN 2.0, SysML v2, AAS (3.0) mit Submodells, RDF/Turtle, SPARQL, SHACL. Import und Export-Funktionen sind für SysML, BPMN 2.0, SysML v2, AAS vorhanden.

Digitaler Produktpass und Interoperabilität

Der Digitale Produktpass erfordert den Zugriff auf alle relevanten Daten sowie die “semantische Vernetzung” dieser innerhalb eines Unternehmens. Darüber hinaus ist auch eine Vernetzung mit externen Daten der Zulieferer und Partner notwendig. Diese Interoperabilität – die auch den Austausch von Digital Twins unterstützt – kann durch den Einsatz des offenen Standards der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, IEC 63278-1) erreicht werden. Darüber hinaus erfordert die vollständige Interoperabilität eine nahtlose Integration mit den bereits existierenden Business-Prozessen und Modellen innerhalb des Unternehmens, z.B. im Product Engineering / Model Based System Engineering, sowie eine Orchestrierung der Zusammenhänge auf Daten-, Modell– und Prozessebene. Modell-basierte Methoden und Beschreibungen (BPMN 2.0, SysML v2, AutoML, LLM, Predictive Maintenance) finden in vielen Teilbereichen der Unternehmen bereits Anwendung. Die vollständige Vernetzung dieser komplexen Zusammenhänge und Aspekte kann mit Hilfe eines semantischen Enterprise Modells, auf der Basis von Webstandards (W3C), realisiert werden und dadurch zur weiteren Wertschöpfung im Unternehmen beitragen.

Anmerkung: Diesen Vortrag hatte ich im November 2025, auf der Jahrestagung der tekom (Arena) in Stuttgart, gehalten.

Use Case: Digital Product Passport

Diese Präsentation von der Semantics 2023 erläutert die Kernpunkte des Europäischen Green Deals, zugehörige Sustainable Produktinitiativen und Standards und – als Use Case – Konzepte zur Realisierung des Digitalen Produktpasses (Digital Product Passport – DPP) auf der Basis neuester Technologien und Frameworks, z.B. der Anwendung der Asset Administration Shell (AAS) in Verbindung mit einem Enterprise Knowledge Graph (EKG).

Download der Präsentation (pdf, 2,5 MB)